Häufige Fragen und Antworten

Im Rahmen der Projektkonzeption führten wir viele Gespräche mit Menschen, aus muslimisch gelesenen Communities. In diesen Gesprächen stellen wir unsere Projektidee nicht nur vor sondern auch zur Diskussion. In diesen Gesprächen haben wir viele wertvolle Einschätzungen und Empfehlungen erhalten, die wir versucht haben, so gut wie möglich in die Konzeption einzuarbeiten. Dabei wurden wir auch mit einer Vielzahl von Fragen konfrontiert, die wir hier mit Ihnen teilen wollten.

Haben Sie weitere Fragen oder sind Sie mit den Antworten nicht einverstanden? Dann zögern Sie bitte nicht uns zu kontaktieren

Es stimmt, dass bereits eine Vielzahl an Dialog- und Diskussionsrunden existieren, in denen über viele verschiedene Themen gesprochen wird.

Das Projekt „Muslimisch gelesene Vielfalt im Gespräch“ möchte aber viel mehr sein als ein weiterer runder Tisch. Das Projekt gibt die Möglichkeit, eigene und selbstbestimmte Themen zu setzen und in einer solidarischen, produktiven und geschützten Atmosphäre gemeinschaftlich an diesen Themen zu arbeiten. Dabei geht es auch um die Überwindung von Problemen und Konflikten, die innerhalb der muslimisch gelesenen Communities bestehen. Darüber hinaus ist ein zielgerichteter und ebenfalls selbstbestimmter Transfer der Ergebnisse in Richtung diskursmächtiger Akteure aus der sog. Mehrheitsgesellschaft vorgesehen. Hier geht es auch um Zugänge zu und Vernetzung mit Medienschaffenden, ParlamentarierInnen oder BehördenvertreterInnen. Das Ziel des Projektes besteht darin, die pauschalisierenden Bilder von „dem“ Islam und „den“ Muslimen durch Begegnung aufzulösen. Ein derartig breit angelegtes, partizipatives und ergebnisoffenes Projekt hat es zumindest nach unserem Wissen in Deutschland bisher noch nie gegeben.

Themen:

Die Themen werden von den Teilnehmenden selbst bestimmt. Sofern sich für ein vorgeschlagenes Thema eine Gruppe findet, die es bearbeiten möchte, würden wir die Organisation und Begleitung dieser Working Group gewährleisten. Obwohl wir einen partizipativen und ergebnisoffenen Ansatz verfolgen möchten wir darauf hinweisen, dass wir im Rahmen des Projektes keine theologischen oder politisch-ideologisierten Debatten führen können. Sollte es zu einem derartigen Vorschlag kommen, werden wir möglichst in Absprache mit der vorschlaggebenden Person prüfen, ob wir das Thema so framen können, dass es zu unserer Ausrichtung passt (weitere Informationen hier).

ReferentInnen:

Die ReferentInnen auf dem Open Space wurden unter Konsultation von Personen aus der Zielgruppe angefragt. Sollte es im weiteren Verlauf – etwa in den Working Groups – der Bedarf nach fachlicher Expertise kommen, würden wir uns in Absprache mit der jeweiligen Working Group um die Einladung von ExpertInnen kümmern.

Die Möglichkeiten, sich im Projekt einzubringen sind sehr vielfältig: Zunächst einmal können Sie ein Thema vorschlagen, dass dann im Rahmene einer Working Group gemeinschaftlich bearbeitet werden kann. Diese Themenvorschläge können jederzeit bei uns eingebracht werden.

Bei den bestehenden Working Groups können Sie sich auch jederzeit als DiskutantIn, ModeratorIn oder InputgeberIn einbringen.

Zudem stehen wir als Projektteam immer für Feedback bereit und freuen uns Impulse, Ideen und/oder Kritiken aufzunehmen und in die weitere Projektkonzeption einfließen zu lassen.

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Alle Menschen, die sich selbst als muslimisch verstehen oder die durch Zuschreibungen immer wieder als muslimisch markiert werden sind eingeladen sich in das Projekt einzubringen. Einen besonderen Fokus legen wir auf muslimisch gelesene Menschen, die sich in jugendrelevanten Projekten engagieren.

Die Frage wer eingeladen wird, wurde uns häufig gestellt. Die Frage nach dem wer umfasst aber auch die Rolle bzw. institutionelle Anbindung der Menschen, die sich im Projekt beteiligen möchten. Anders ausgedrückt: In welcher Rolle würden wir die Zeilnehmenden gerne einladen: Als Privatpersonen? Oder als VertreterInnen oder Abgesandte von Verbänden/Vereinen oder anderen Organisationen?

In zahlreichen Feedbackgesprächen mit Menschen aus den muslimisch gelesenen Communities haben wir genau diese Frage zurückgefragt. Aus diesen Diskussionen hat sich unser jetziger Grundsatz entwickelt, Menschen als Einzelpersonen einzuladen, die aus den unterschiedlichen Verbänden, Vereinen, Projekten oder Initiativen kommen. Als InteressensvertreterInnen für die Sache können uns sollen sie auch die Perspektiven der Organisationen einbringen, die sie vertreten – gleichzeitig soll aber klar sein, dass es um die Vielfalt muslimisch gelesener Perspektiven und Erfahrungen geht und nicht etwa um die Repräsentation der Muslime.

Wie es in beteiligungsorientierten Debattenformaten üblich ist, laden wir die Teilnehmenden ein, sich selbst einige Regeln für die Kommunikation untereinander zu verordnen. Einige sprechen in diesem Zusammenhang auch von Umgangsformen bzw. einem code of conduct.

Wir werden diese Prozesse unterstützen und begleiten. Gleichzeitig ist es notwendig, dass bestimmte Prinzipien der Kommunikation bereits von Anfang an feststehen. Diese geben wir vor, um überhaupt in eine vertrauensvolle und produktive Gesprächsatmosphäre zu kommen. Für den Fall der Fälle wäre ein Verweis auf diese Prinzipien auch eine Möglichkeit, beleidigende oder rein destruktive Menschen von den Prozessen auszuschließen. Die einzelnen Prinzipien der Kommunikation finden Sie hier.

Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben! des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert (mehr Infos zum Bundesprogramm). Die Kofinanzierung erfolgt durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und wird durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge administrativ begleitet.